Pater Laurentius Hora

Pater Laurentius Hora, eigentlich Erich Hora, wurde 1900 in Pilsen geboren, besuchte die Volksschule in Graz und das Gymnasium in St. Pölten. Ursprünglich wollte er danach eine Offizierslaufbahn einschlagen, entschied sich aber – nachdem er das Jahr 1918 im Kriegsdienst verbracht hatte – dagegen und entschloss sich, Maschinenbau zu studieren.

Durch den Kontakt mit der katholischen Jugendbewegung „Neuland“ lernte er das Benediktinerkloster Seckau kennen und verspürte seine Berufung zum Priester. Nach dem Abschluss seines Studiums und seiner Graduierung zum Diplomingenieur trat er 1927 in Seckau ein, wo er 1932 zum Priester geweiht wurde.

1933 begann er seine Tätigkeit als Erzieher im Internat und als Lehrer für Mathematik und Physik am Abteigymnasium; der Abschluss seiner Dissertation wurde ihm aber von den Nationalsozialisten verweigert.

 

1938 wurde das Abteigymnasium durch die Nationalsozialisten aufhoben und Pater Laurentius wurde Kaplan der Pfarre Seckau. 1940 wurde auch die Abtei aufgehoben und er kam in die Erzabtei Beuron – ein Benediktinerkloster im Oberen Donautal (Baden-Württemberg).

Während des Krieges war er als Lazarettseelsorger tätig, unmittelbar nach dem Krieg kehrte er aber wieder nach Seckau zurück, wo er als Jugendseelsorger tätig war.

 

Pater Laurentius war schon seit früher Jugend begeisterter Orgelspieler. So fuhr er bereits in jungen Jahren mit dem Fahrrad von Ort zu Ort, besichtigte die Orgeln und legte darüber ein Verzeichnis mit den wichtigsten Daten sowie eine Dispositionssammlung an.

 

Im Stift Seckau ist sein Name untrennbar mit dem Begriff Orgel verbunden: er war im Kloster neben seinen seelsorgerischen und erzieherischen Aufgaben auch als Organist tätig, leitete den Bau der großen Orgel auf der Westempore und begann mit der zweiten Orgeldokumentation in Österreich.

Pater Laurentius Hora OSB spielte im Laufe seines Lebens auf fast 2500 Orgeln in vielen Ländern Europas.

 

Er war Mitglied der Studentenverbindung Gothia zu Seckau und verstarb 1977 in Seckau.

 

Nach seinem Tod wurde entdeckt, dass er mit mehr als 2.000 Menschen in regelmäßigem Briefkontakt gestanden war und verfasste Zeit seines Lebens an die 36.000 Briefe. Um sein Lebenswerk fortbestehen zu lassen und die Erinnerung an ihn aufrecht zu erhalten, wurde bald die 'Pater Laurentius Hora Stiftung' bzw. die 'Gesellschaft zur Erinnerung an Pater Laurentius Hora' durch Mitglieder der Gothia Seckau gegründet.

 

Seit 1981 finden - veranstaltet von der "Pater-Laurentius-Hora-Stiftung" - alljährlich die "Seckauer Gespräche" statt, wo in Vorträgen und Diskussionen gesellschaftspolitische und theologische Themen behandelt werden. Diese Gespräche locken immer wieder zahlreiche Zuhörer, aber auch einige spannende Vortragende an: von Bischöfen (Altbischof Weber, Weihbischof Krätzl) und Mitgliedern der Abtei Seckau (Dr. Pater Severin-Schneider, Altabt Dr. Johannes Gartner, etc.), Wissenschaftlern (Univ.-Prof. Dr. Andreas Kohl, Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Mantl, etc.) bis zum jetzigen Caritas-Direktor DDr. Michael Landau oder der ehemaligen Höchstrichterin Dr. Irmgard Griss haben viele bekannte Persönlichkeiten ihren Weg nach Seckau gefunden. Aber auch Altkanzler Dr. Wolfgang Schüssel, die ehemaligen Vizekanzler Di Josef Riegler und Dr. Erhard Busek sowie diverse Bundes- und Nationalräte fanden ihren Weg nach Seckau. 

Themen vergangener Jahre waren etwa: 

  • Verblöden unsere Kinder? Teures System, magere Schulleistungen

  • Über die Kunst, Frieden zu schaffen

  • "Erbsünde" Kapitalismus

  • Frustriert und entpolitisiert. Warum ist die Politik jetzt derart "unten durch"?

  • Verunsicherten Menschen Hoffnung geben

  • Ethik zu Beginn und am Ende des Lebens

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